
| Begriff | Definition |
|---|---|
| ācārya |
Spiritueller Meister; Lehrer; jemand, der durch sein Vorbild lehrt |
| acintya-bhedābheda-tattva |
Die von Caitanya Mahāprabhu begründete Philosophie (tattva) der Gauḍīya-Vaiṣṇavas. Sie beschreibt die unbegreifliche (acintya) gleichzeitige Verschiedenheit (bheda) und Einheit (abheda) der individuellen spirituellen Seele (ātma) mit dem Höchsten Herrn (paramātma). Diese Philosophie stellt eine Synthese aus Dualismus (dvaita) und Monismus (advaita) dar. |
| adhibhautika |
Leid, hervorgerufen durch andere Lebewesen; gehört zu den dreifachen Leiden |
| adhidaivika |
Leid, hervorgerufen durch Naturerscheinungen (z.B. Kälte, Hitze, etc.); gehört zu den dreifachen Leiden |
| adhokṣaja |
Bezeichnung für den Höchsten Herrn, der jenseits der sinnlichen Wahrnehmung existiert |
| adhyātmika |
Leid, hervorgerufen durch Geist und Körper; gehört zu den dreifachen Leiden |
| Aditi |
Mutter der Ādityas und anderer Devas; Tochter Dakṣas und Frau von Kaśyapa Muni; Mutter Śrī Viṣṇus in Seiner Zwerginkarnation als Vāmanadeva |
| Āditya |
Götter der Sonne; die Kinder von Aditi, der Mutter aller Götter |
| Advaita Acharya |
(Bengali: অদ্বৈত আচার্য) (1434-1539), (born Kamalaksha Bhattacharya) was a notable disciple and companion of the founder of the Gaudiya Vaishnavas, Chaitanya Mahaprabhu, and guru of Haridasa Thakur |
| advaita-vāda |
Lehre Śaṅkarācāryas, nach der das Absolute entsprechend der Vorstellung von ›Alles ist eins.‹ nur einen einzigen Aspekt besitzt: Brahman. Die Veden beschreiben dagegen drei Aspekte: Brahman (die höchste Wirklichkeit), Paramātma (die Überseele) und Bhagavān (der Höchste Herr) |
| Agni |
Die beherrschende Gottheit des Feuers |
| ahaṁkāra |
Falsches Selbstverständnis; die Illusion, das eigene Selbst mit dem materiellen Körper zu identifizieren |
| ahiṁsā |
Gewaltlosigkeit |
| akarma |
Nichthandeln; Handlungen, die keine materiellen Reaktionen verursachen |
| amāvāsya |
Neumond. Der Begriff ›amāvāsya‹ ist in vielen indischen Sprachen gebräuchlich, z.B. in Sanskrit, Hindi, Marathi und Gujarati. |
| ānanda |
Der ursprünglicher Wesenszustand der Seele; transzendentale Ekstase |
| ānanda-brahma |
Ānanda-brahma ist das höchste Brahman, die Höchste Persönlichkeit Gottes. |
| ananya-bhakti |
Ungeteilte liebevolle Hingabe |
| anartha-nivṛtti |
Auf bhajana-kriyā folgt anartha-nivṛtti, d.h. die Reinigung von schlechten Eigenschaften und Gewohnheiten, die den Fortschritt im Bhakti-yoga behindern. |
| anarthas |
Tief liegende, negative Angewohnheiten und Prägungen, die sich in früheren Leben angesammelt haben |
| aparādhas |
Negative Handlungen gegen die heiligen Namen, die Vaiṣṇavas, die spirituellen Lehrer, die heiligen Schriften, die heiligen Plätze, Bildgestalten und so weiter. Der Wortstamm ›rādha‹ bedeutet ›Vergnügen bereiten‹, und das Präfix ›apa‹ bedeutet ›wegnehmen‹. So beschreibt das Wort ›aparādha‹ alle Tätigkeiten, die Bhagavān und seinen Bhaktas missfallen. |
| ārya |
Ein Mensch, der die Grundprinzipien der Veden befolgt; auch oft irrtümlich als Bezeichnung einer Volksgruppe verwendet |
| āsakti |
Auf der Stufe von āsakti trägt die Kletterpflanze der Bhakti büschelweise Knospen. Diese Knospen werden auf der Stufe von bhāva im Nu zu Blumen und dann, auf der Stufe der prema, zu Früchten. Āsakti poliert den Spiegel des Herzen derart, dass der Herr dort plötzlich sichtbar werden mag. |
| āsana |
Wörtl.: ›Sitz, Haltung‹; Körperpositionen des Haṭha-yoga |
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